Skiunfälle gehören im Wintersport leider zur Tagesordnung. Hohe Geschwindigkeiten, harte Pisten und Kollisionen führen jedes Jahr zu tausenden Verletzungen – besonders häufig betroffen ist dabei das Kniegelenk. Der Beitrag „Warum es nach einem Unfall eilt“, erschienen in der Zeitung Die ganze Woche, beleuchtet eindrucksvoll, warum nach einem Skiunfall rasches Handeln entscheidend für den weiteren Heilungsverlauf ist.

Im Fokus stehen typische Knieverletzungen wie Knorpelschäden, Meniskusrisse und Kreuzbandverletzungen. Univ.-Prof. Dr. Stefan Marlovits erklärt im Artikel, dass nicht nur die Art der Verletzung, sondern vor allem der Zeitpunkt der Behandlung maßgeblich über den Therapieerfolg entscheidet. Frische Verletzungen lassen sich in vielen Fällen deutlich besser versorgen als chronische Schäden, bei denen bereits degenerative Veränderungen eingesetzt haben.

Ein zentrales Thema ist die richtige Einschätzung von Schwellung und Entzündung nach einem Sturz. Ein stark geschwollenes Knie weist häufig auf einen Bluterguss oder eine ausgeprägte Entzündungsreaktion im Gelenk hin. In solchen Fällen ist Geduld gefragt: Eine Operation sollte erst dann erfolgen, wenn die Entzündung deutlich abgeklungen ist, um Komplikationen wie überschießende Narbenbildung und Bewegungseinschränkungen zu vermeiden.

Gleichzeitig zeigt der Beitrag aber auch klare Zeitfenster auf, in denen bestimmte Verletzungen behandelt werden sollten. Unfallbedingte Knorpelschäden gelten bis zu drei Monate nach dem Ereignis als „frisch“ und bieten in diesem Zeitraum die besten Erfolgsaussichten für eine operative Versorgung. Ähnlich verhält es sich bei Meniskusrissen, die möglichst früh genäht werden sollten, um ihre stoßdämpfende Funktion langfristig zu erhalten. Beim vorderen Kreuzband ist das Zeitfenster für einen Erhalt besonders eng – hier kann eine frühe Versorgung entscheidend sein, um Instabilität und Folgeschäden zu verhindern.

Der Artikel macht deutlich: Wer nach einem Skiunfall Beschwerden im Knie verspürt, sollte diese nicht bagatellisieren. Eine frühzeitige fachärztliche Abklärung kann helfen, schwerwiegende Langzeitfolgen wie Knorpelabbau und Arthrose zu vermeiden.

Den vollständigen Artikel aus Die ganze Woche finden Sie hier als PDF zum Download:
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